Am 16. August jährt sich der Todestag von Elvis Presley zum 35.ten mal. Sein Herz hörte am 16.08.1977 auf zu schlagen, einsam im Badezimmer im 1. Stock seiner geliebten Villa “Graceland”. Was blieb? Eine Legende – ein Kult – eine Ausnahmeperson den die ganze Welt kennt – ob jung oder alt – ELVIS!


So begann es:
Im Sommer 1954 betritt ein 19jähriger Lastwagenfahrer der Crown Electric Company das Aufnahme-studio der Schallplattenfirma Sun Records in Memphis und legt abgeschabte vier Dollar auf den Tisch – seinen Tageslohn. Er heult einen Geburtstagssong für seine Mutter “My Happiness” ins Mikrofon und läßt ihn als Platte aufnehmen. Der junge Mann heißt “Elvis Aron Presley”.

So endete es:
Am 16. August 1977, um 10.15 Uhr liegt der 42jährige Elvis Presley im Badezimmer seiner Villa “Graceland”. Zwei Stunden später vernimmt dies die ganze Welt – schluchzend Abermillionen, die ihn anhimmelten. Das Ende einer Legende? Falsch. Es ist der Augenblick, an dem die Legende beginnt. Denn ungezählte Amerikaner haben Elvis’ Tod bis heute nicht akzeptiert. Ist ihm die Unsterblichkeit bereits in die Wiege gelegt worden? Die Legende jedoch, die er schuf, scheint unsterblich. Den Beleg liefern die “Elvisitors” – Elvis-Pilger, die seit 35 Jahren nach Graceland strömen, um direkten Kontakt zu haben mit jenen Dingen, die ihr Idol in seinem kurzen Leben umgaben. Pro Jahr zieht es 800 000 Menschen zum Elvis-Presley-Boulevard Nr. 3764 in Memphis.

Hier fühlte Elvis sich am wohlsten. Die Besichtigung des Geländes, das Elvis Presley einst für 100 000 Dollar kaufte, kostet 32 Dollar. Heute ist die Stätte mind. 200 Millionen Dollar wert. Elvis Presley war stets mehr als nur ein Sänger. Er wurde von seinem ersten öffent-lichen Auftritt an im Jahr 1955 Symbol und Ausdruck einer Teenager-Revolution, Vorreiter und Bahnbrecher der sogenannten Baby-Boomer. Zum Durchbruch und zur Karriere verhalf ihm ein Mann namens Sam Philipps, dem er einst den Geburtstagssong für seine Mutter vortrug. Philipps erinnerte sich auf der Suche nach einer “schwarzen Stimme in einem weißen Boy” an Elvis und produzierte mit ihm innerhalb eines Jahres 19 Songs, von denen vier direkt zu Hits wurden, darunter “Heartbreak Hotel”. Der in jenen Tagen geborene “Rock ‘n’ Roll” war farbigen Ursprungs. So wurde Elvis Presley der weiße Über-setzer und Bahnbrecher dieser Musik; er überwand die Rassenschranken. Zugleich war die Musik ein Protest der Jugend gegen die Alten, die sich in jenen Tagen von süßen Musicals wie “My fair lady” und Schlagern wie “I could have danced all night” verzücken ließen. Die jungen Leute wollten einen harten, sexy Rhythmus. Einen Rhythmus, der von Männern wie Frank Sinatra als “Musik des Teufels” gescholten wurde. Vor diesem Hintergrund gedieh die Karriere des Elvis Presley.

Die Tragik:
Er wurde schließlich ihr prominentestes Opfer. Nach einer kurzen Soldatenkarriere in Deutschland, nach 33 Spielfilmen und mehr als 250 Millionen verkauften Schallplatten begann er sich aus der öffentlich zurück zu ziehen. Der Alkohol und die Tabletten, entflügelten ein Ende nach klassischer Rock-‘n’-Roll-Philosophie: “Live fast – die young.” Zurück blieb der größte lebende Tote Amerikas: Elvis Aron Presley – long live The King!

Quelle: ECBY – published by ECBY