Elvis-Ausstellung: Serenade mit den „Blue Moon Boys“ im Museum

Auf den Spuren von Elvis Presley wandeln die „Blue Moon Boys“ bei einem Konzert am Samstag, 7. Juli 2012, um 20 Uhr im Oberpfälzer Volkskundemuseum Burglengenfeld. Eigens anlässlich der Sonderausstellung „Elvis Presley – gut getarnt in der Oberpfalz“ haben sich Scotty Schober, Werner Schneider, Hans Deml und Charly Stoiber für diese Serenade zusammen getan. Elvis Presley hat von 1958 bis 1960 den größten Teil seiner Dienstzeit bei der U.S.-Army in Grafenwöhr verbracht, war schon damals der „King of Rock’n’Roll“ und mehrfacher Schallplattenmillionär. Die Fans spielten verrückt, als sie ihn in der Oberpfalz hautnah erleben konnten. Die derzeitige Ausstellung im  Volkskundemuseum erinnert mit zahlreichen originalen Reliquien, Fotos und privaten Sammlungen an diese Zeit. Musikalisch war Elvis Presley derjenige, der den Blues und den Rock’n’Roll sozusagen neu „erfand“. Die Serenade mit den „Blue Moon Boys“ geht diesen Spuren nach.

Scotty Schober (Sunny Bottom Boys, Natural Blues), Werner Schneider (Sunny Bottom Boys) und Hans Deml (Natural Blues, Chesty Morgan, BULs Brothers) wechseln sich dabei an Gesang, Gitarre und Kontrabass ab und werden am Piano ergänzt durch Charly Stoiber (Natural Blues). Die Formation tritt unter dem Namen „Blue Moon Boys“ auf – so hieß die erste Begleitband von Elvis Presley in den Fifties mit Scotty Moore an der Gitarre und Bill Black am Kontrabass.

Die „Blue Moon Boys“ spielen Songs von Elvis Presley, hauptsächlich aus der Phase von 1954 bis 1960 (Pre-Army-Phase). Dazu gehören sowohl frühe Rockabilly-Titel wie “Mystery Train”, “I’m Left You’re Right She’s Gone” oder “Good Rockin Tonight” als auch Hits wie „One Night“, „My Baby Left Me“, “Return To Sender” oder Schmusesongs wie “Love Me” oder „Can’t Help Falling In Love”. Wichtig ist den Musikern dabei, dass der Sound der Formation so authentisch wie möglich rüber kommt und man erkennen kann, wie minimalistisch die Musiker damals arbeiten mussten, da es ja keine technischen Alternativen gab. Die Verstärkung ist so, wie auch die Blue Moon Boys in den 1950ern oft tatsächlich aufgetreten sind: Ein Mikro für Gesang und Gitarre und die Lead-Gitarre werden dabei über einen alten Fender-Bassman verstärkt. Der Kontrabassist hörte auch damals von Elvis nur den Satz: „Play as loud as you can.” Elvis sang in dieser Zeit oft über die Anlage des Stadionsprechers, und Gitarrist Scotty Moore erzählt, dass sie oft überhaupt nicht hören konnten, was Elvis sang, da es keine Monitor-Lautsprecher gab. Scotty Moore: “We were the only band, directed by an ass”!

Beginn des Konzerts ist um 20 Uhr (Einlass ab 19 Uhr). Für das leibliche Wohl ist gesorgt. Der Eintritt kostet acht Euro. Da nur rund 80 Gäste Platz haben, findet ein Vorverkauf im Bürgerbüro der Stadt Burglengenfeld im Rathaus und im Museum statt.

Quelle: Stadt Burglengenfeld/Michael Hitzek

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